Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
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Zahlungsaufforderung erhalten?
Es ist entscheidend, wie Sie auf die Zahlungsaufforderung von KSP Rechtsanwälten reagieren. Das Wichtigste zuerst: Bleiben Sie ruhig, aber ignorieren Sie das Schreiben auf keinen Fall. Auch wenn es sich „nur“ um eine Geldforderung handelt, kann die Nichtreaktion ernsthafte Konsequenzen haben.
Wenn Sie nicht fristgerecht auf die Zahlungsaufforderung reagieren oder die Zahlung verweigern, ohne triftige rechtliche Gründe anzuführen, kann dies zu weiteren Schritten seitens der dpa Picture-Alliance GmbH und KSP Rechtsanwälten führen. Dies kann die Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens oder sogar eine direkte Zahlungsklage vor Gericht sein. Ein gerichtliches Verfahren verursacht zusätzliche Kosten (Gerichts- und Anwaltskosten), die im Falle einer Niederlage von Ihnen getragen werden müssten.
Daher ist eine umgehende anwaltliche Prüfung unerlässlich. Ein im Urheberrecht spezialisierter Rechtsanwalt kann das Schreiben rechtlich einordnen, die Forderung überprüfen und Ihnen aufzeigen, welche Einwände oder Verteidigungsmöglichkeiten in Ihrem spezifischen Fall bestehen. Dies kann von der vollständigen Zurückweisung der Forderung bis hin zu Verhandlungen über eine reduzierte Vergleichszahlung reichen.
Vermeiden Sie unbedingt, ohne vorherige anwaltliche Beratung direkten Kontakt mit KSP Rechtsanwälten aufzunehmen. Auch E-Mails an Adressen wie dpa@ksp.de können ungewollt Informationen preisgeben oder als Schuldanerkenntnis gewertet werden. Lassen Sie die Kommunikation von Ihrem Anwalt führen.
KSP Zahlungsaufforderung statt Abmahnung – der Unterschied
Viele Empfänger sprechen von einer „KSP Abmahnung" – tatsächlich verschicken die KSP Rechtsanwälte im Auftrag der dpa Picture-Alliance aber in den meisten Fällen eine Zahlungsaufforderung, keine klassische Abmahnung. Der Unterschied ist rechtlich bedeutsam:
Klassische Abmahnung: Sie enthält eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, die der Empfänger unterschreiben soll. Ziel ist es, künftige Rechtsverletzungen zu unterbinden. Im Mittelpunkt steht der Unterlassungsanspruch.
Zahlungsaufforderung: Hier geht es ausschließlich um Geld – die Nachzahlung der „Lizenzgebühr" (Schadensersatz nach Lizenzanalogie) plus Anwaltskosten. Eine Unterlassungserklärung wird oft gar nicht verlangt, weil das Bild bereits entfernt wurde.
Warum das für Sie wichtig ist: Bei einer reinen Zahlungsaufforderung besteht in vielen Fällen kein durchsetzbarer Unterlassungsanspruch mehr, wenn das beanstandete Bild bereits gelöscht ist. Die Verhandlungsposition ist dann eine andere als bei einer echten Abmahnung – es geht nur noch um die Höhe der Geldforderung, die häufig reduziert werden kann. Lassen Sie das Schreiben daher genau einordnen, bevor Sie zahlen oder reagieren.
Schadensersatzansprüche wegen Urheberrechtsverletzungen verjähren nach der regelmäßigen Frist von drei Jahren ab Kenntnis des Berechtigten von Verletzung und Schuldner (§ 195 BGB). Daneben gilt eine absolute Höchstfrist von zehn Jahren ab Entstehung des Anspruchs (§ 852 BGB), die unabhängig von der Kenntnis läuft – sie ist also keine Alternative zur 3-Jahres-Frist, sondern deren äußerste Grenze. In der Praxis bedeutet das: Ist die dreijährige Kenntnisverjährung bereits abgelaufen, kann KSP trotzdem noch auf Basis von § 852 BGB (Herausgabe der Bereicherung) vorgehen – allerdings nur in Höhe der ersparten Lizenzgebühr, nicht des vollen Schadensersatzes. Ob eine Forderung verjährt ist, lässt sich nur anhand des konkreten Einzelfalls beurteilen.
Dokumentation und Nachweise
Wenn Sie eine Zahlungsaufforderung erhalten, ist es ratsam, alle relevanten Unterlagen sorgfältig zu sammeln und aufzubewahren. Dies hilft Ihrem Rechtsanwalt bei der Beurteilung Ihres Falles. Wichtige Dokumente und Informationen sind insbesondere:
- Das Originalschreiben der KSP Rechtsanwälte inklusive aller Anlagen.
- Informationen darüber, wann und wo das betroffene Bild von Ihnen verwendet wurde.
- Falls vorhanden: Dokumente, die die Herkunft des Bildes belegen oder aufzeigen, dass Sie möglicherweise doch über Nutzungsrechte verfügten (z.B. Screenshots, Kaufbelege für Lizenzen).
- Nachweise über die Entfernung des Bildes nach Erhalt der Zahlungsaufforderung (z.B. Screenshots, Datum der Löschung).
Eine gute Dokumentation kann entscheidend sein, um die Faktenlage präzise darzulegen und eine wirksame Verteidigungsstrategie zu entwickeln.
Präventive Maßnahmen
Der beste Weg, Abmahnungen oder Zahlungsaufforderungen wegen Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden, ist die sorgfältige Prüfung und Klärung der Bildrechte vor jeder Nutzung. Beachten Sie folgende Punkte, um auf der sicheren Seite zu sein:
- Nutzung lizenzierter Bilder: Verwenden Sie Bilder nur von seriösen Bildagenturen oder Plattformen, bei denen Sie eine entsprechende Nutzungslizenz erworben haben. Lesen Sie die Lizenzbedingungen genau durch und halten Sie sich strikt daran (bezüglich Nutzungsart, Dauer, Nennung des Urhebers etc.).
- Vorsicht bei „kostenlosen“ Bildern: Seien Sie extrem skeptisch bei Bildern, die auf dubiosen Webseiten als „kostenlos“ angeboten werden. Oft liegen hier keine ausreichenden Rechte für eine öffentliche Nutzung vor.
- Eigene Bilder verwenden: Nutzen Sie nach Möglichkeit selbst erstellte Fotos oder Grafiken, an denen Sie die ausschließlichen Rechte besitzen.
- Lizenzen dokumentieren: Bewahren Sie Lizenzen und Kaufbelege sorgfältig auf, damit Sie im Bedarfsfall nachweisen können, dass Sie zur Nutzung berechtigt waren.
- Urheberbenennung: Achten Sie darauf, den Urheber korrekt zu benennen, sofern die Lizenz dies vorschreibt.
Durch sorgfältiges Handeln können Sie das Risiko, eine Zahlungsaufforderung von KSP Rechtsanwälten für die dpa Picture-Alliance zu erhalten, erheblich minimieren.
Warum verschickt die dpa picture-alliance Abmahnungen?
Die dpa picture-alliance GmbH ist eine der führenden Bildagenturen in Deutschland und bietet eine umfangreiche Datenbank mit Bildern, Grafiken und anderen visuellen Inhalten an. Diese Werke sind urheberrechtlich geschützt, und die Nutzung ist nur mit einer entsprechenden Lizenz erlaubt.
Häufige Gründe für eine Abmahnung durch die dpa picture-alliance sind:
- Unerlaubte Nutzung von Bildern: Bilder der dpa picture-alliance werden ohne gültige Lizenz auf Webseiten, in Blogs oder in sozialen Medien verwendet.
- Fehlende oder falsche Quellenangaben: Selbst bei lizenzierter Nutzung kann es zu Abmahnungen kommen, wenn die erforderliche Urheberkennzeichnung fehlt oder falsch angegeben wurde.
- Verwendung von Bildern über Drittplattformen: Oft werden Bilder von Plattformen wie Google Images, Pinterest oder Social-Media-Seiten heruntergeladen und genutzt, ohne dass die Lizenzbedingungen geprüft werden.
Die dpa picture-alliance beauftragt häufig die Kanzlei KSP Rechtsanwälte aus Hamburg mit der Durchsetzung ihrer Ansprüche. Diese Abmahnungen beinhalten in der Regel:
- Die Forderung nach Schadensersatz für die unlizenzierte Nutzung des Bildmaterials,
- Die Übernahme der Anwaltskosten.
Wie hoch können die Kosten einer Abmahnung sein?
Die Höhe der Forderungen variiert je nach Art und Umfang der Bildnutzung. Typischerweise setzen sich die Kosten aus folgenden Posten zusammen:
- Lizenzgebühren: Diese orientieren sich an den marktüblichen Preisen (z. B. Honorarempfehlungen der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing, kurz MFM).
- Schadensersatz: Bei unlizenzierter Nutzung kann ein Schadensersatz in Höhe des doppelten Lizenzwerts gefordert werden („Lizenzanalogie“).
- Anwaltskosten: Diese richten sich nach dem Streitwert und können schnell mehrere hundert Euro betragen.
Insgesamt können die Forderungen bei einer einzelnen Bildnutzung schnell 1.000 bis 2.500 Euro oder mehr betragen.
Rechtliche Grundlagen
Die rechtliche Grundlage für die Abmahnungen bildet das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Gemäß § 2 Absatz 1 Nr. 5 UrhG sind Bilder urheberrechtlich geschützte Werke. Der Urheber entscheidet über die Verwertungsrechte des Bildes, und eine unberechtigte Nutzung führt zu einer Verletzung dieser Rechte. Die Konsequenz kann eine Abmahnung sein, oft mit Schadensersatzforderungen. Die KSP Rechtsanwälte fordern in der Regel Schadensersatz, Dokumentationskosten, Zinsen und Rechtsanwaltskosten. Diese Forderungen können sich schnell summieren und erhebliche finanzielle Belastungen für die Betroffenen darstellen. Es ist daher wichtig, die rechtlichen Grundlagen zu verstehen und entsprechend zu handeln, um die Forderungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzufechten.
Was tun bei einer Abmahnung durch die dpa picture-alliance?
Wenn Sie eine Abmahnung erhalten haben, sollten Sie folgende Schritte beachten:
- Ruhe bewahren.
- Abmahnung prüfen lassen: Lassen Sie die Abmahnung von einem Fachanwalt für Urheberrecht prüfen. Oft sind die Forderungen überhöht oder unberechtigt.
- Keine Kontaktaufnahme mit KSP Rechtsanwälte: Vermeiden Sie direkten Kontakt mit der gegnerischen Kanzlei, da dies Ihre Position schwächen könnte.
- Fristen einhalten: Reagieren Sie innerhalb der gesetzten Frist, um weitere rechtliche Schritte wie eine Klage zu verhindern.
Welche Verteidigungsstrategien gibt es?
Ein erfahrener Fachanwalt kann verschiedene Verteidigungsstrategien entwickeln, um Ihre Interessen zu schützen:
- Prüfung der Urheberrechte: Es muss geklärt werden, ob die dpa picture-alliance tatsächlich Inhaberin der geltend gemachten Rechte ist.
- Angemessenheit der Forderungen: Sind die Lizenzgebühren und Schadensersatzforderungen nachvollziehbar und marktüblich?
- Mitverschulden des Urhebers: Wenn das Bildmaterial ohne klare Kennzeichnung veröffentlicht wurde, könnte dem Rechteinhaber ein Mitverschulden angelastet werden.
- Verjährung prüfen: Ansprüche aus Urheberrechtsverletzungen verjähren in der Regel nach drei Jahren.
Welche Konsequenzen drohen bei Ignorieren der Abmahnung?
Das Ignorieren einer Abmahnung durch KSP Rechtsanwälte im Auftrag der dpa picture-alliance kann schwerwiegende Folgen haben:
- Es kann zu einer Klage kommen, wodurch zusätzliche Gerichtskosten entstehen.
- Die Gesamtkosten können erheblich steigen.
Kostenlose Erstberatung bei Rechtsanwalt Christian Kramarz
Wenn Sie eine Abmahnung von KSP Rechtsanwälte im Auftrag der dpa picture-alliance erhalten haben, stehen wir Ihnen zur Seite. Als Fachanwalt für Urheberrecht und IT-Recht prüfe ich Ihre Abmahnung sorgfältig und entwickle eine individuelle Verteidigungsstrategie.
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Risiken und Folgen
Eine Abmahnung wegen einer unberechtigten Fotonutzung auf Facebook kann erhebliche finanzielle Folgen haben. Neben den Schadensersatzforderungen von oftmals deutlich mehr als 1.000 EUR können auch die Anwaltskosten der Abmahnung mehrere hundert Euro betragen. In vielen Fällen werden zusätzlich für die teils seit mehreren Jahren genutzten Bilder erhebliche Zinsen gefordert. Es ist wichtig, besonnen zu handeln und fachkundige Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen, um die Risiken und Folgen einer Abmahnung zu minimieren.
FAQ: Abmahnung durch KSP für dpa picture-alliance
Warum erhalte ich eine Abmahnung von KSP Rechtsanwälte – und nicht von der dpa selbst?
Die dpa picture-alliance GmbH beauftragt die Kanzlei KSP Rechtsanwälte mit der Durchsetzung ihrer Bildrechte. KSP handelt dabei als Bevollmächtigte und macht Schadensersatz sowie Anwaltskosten geltend. Die Forderung ist trotzdem ernst zu nehmen – sie kommt wirtschaftlich von der dpa.
Mit welchen Forderungsbeträgen muss ich rechnen?
KSP fordert im Auftrag der dpa typischerweise zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Euro – je nach Nutzungsdauer, Reichweite und Art der Verwendung. In gewerblichen Fällen können die Forderungen auch fünfstellig sein. Diese Beträge sind häufig verhandelbar und lassen sich mit anwaltlicher Hilfe oft deutlich reduzieren.
Ist die Forderung von KSP berechtigt – oder kann ich sie anfechten?
Nicht jede Abmahnung ist vollständig berechtigt. Häufige Ansatzpunkte zur Verteidigung sind: überhöhte Lizenzberechnung, fehlende oder unklare Urheberrechtsvermerke im Original, Verjährung älterer Nutzungen oder ein Mitverschulden des Lizenzgebers. Eine anwaltliche Prüfung lohnt sich fast immer.
Wie lange kann die dpa Ansprüche geltend machen – gilt die 10-Jahres-Frist?
Schadensersatzansprüche wegen Urheberrechtsverletzungen verjähren grundsätzlich nach drei Jahren ab Kenntnis (§ 199 BGB). Die oft zitierten zehn Jahre gelten nur ausnahmsweise – etwa bei grob fahrlässiger Unkenntnis oder bei Verletzungen ohne Kenntnis des Rechtsinhabers. KSP beruft sich mitunter zu Unrecht auf längere Fristen; das lässt sich anwaltlich überprüfen.
Was passiert, wenn ich die Zahlungsaufforderung ignoriere?
KSP leitet bei ausbleibender Reaktion häufig ein gerichtliches Mahnverfahren oder eine Klage ein. Das erhöht die Kosten erheblich und verschlechtert Ihre Verhandlungsposition. Auch wenn die Forderung überhöht ist: Reagieren Sie – am besten über einen Anwalt.