Statement der Antragsteller, die für die Festlegung von Lärmgrenzwerten während des Schlossgrabenfestes vorläufigen Rechtsschutz beantragt haben

Statement Schlossgrabenfest Schallschutz

Ich wurde von den Antragstellern, die für die Festlegung von Lärmgrenzwerten während des Schlossgrabenfestes vorläufigen Rechtsschutz beantragt haben, gebeten, das nachfolgende Statement zu veröffentlichen. Die Antragsteller möchten sich darauf konzentrieren mit Veranstalter und Stadt konstruktive Lösungen für die Zukunft zu finden und stehen weder für Rückfragen noch für Presseanfragen oder Interviews zur Verfügung.

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Statement der Antragsteller, die für die Festlegung von Lärmgrenzwerten während des Schlossgrabenfestes vorläufigen Rechtsschutz beantragt haben


Seit vielen Jahren findet das Schlossgrabenfest in der Darmstädter Innenstadt statt. Mit seiner Größe, der Vielzahl an Künstler:innen ist es weit über die Stadtgrenzen bekannt und stellt für viele zehntausende Menschen eine kulturelle Bereicherung dar. Gleichzeitig ist das Schlossgrabenfest für die nahen Anwohner eine erhebliche Belastung. Dafür müssen für alle Beteiligten tragbare Lösungen gefunden werden. Zu keinem Zeitpunkt ging es uns darum, das Fest zu verhindern und wir haben dies auch nie beantragt.

Vielmehr hatten wir bereits mehrere Wochen im Vorfeld den Kontakt zu Veranstalter und Ordnungsbehörde gesucht, um für uns als Betroffene Lösungen zu finden, da während der Festtage ansonsten nur wenige Stunden Schlaf in unserer Wohnung möglich sind.
Leider gestaltete sich bis zum Festbeginn die Kommunikation schwierig. Vom Veranstalter wurden unsere Anfragen zunächst nicht adäquat behandelt und auch der Austausch mit der Stadt Darmstadt war nicht zufriedenstellend. Dies lag insbesondere an der schleppenden Informationsbereitstellung, langen Antwortzeiten und vor allem der mangelnden rechtlichen Würdigungen von Stadtfesten durch die Stadt Darmstadt.

Mit einer guten Rechtsgrundlage und besserer Kommunikation der Stadt hätte, nach Ansicht der Antragsteller, der Eilantrag und somit potenzielle Festeinschränkungen verhindert werden können. Wir finden es bezeichnend, dass bei diesen Versäumnissen der Oberbürgermeister und Ordnungsdezernent mit Verleumdung statt Selbstkritik reagieren.

Ganz anders verhielten sich die Veranstalter. Sie gingen aktiv auf die Antragsteller zu und zeigten bereits während des Festes Offenheit in Zukunft besser auf die Anliegen einzugehen und diese ernst zu nehmen. Daher haben wir während des Festes auf Beschwerden, trotz Überschreitung der festgesetzten Grenzwerte, verzichtet.

Durch das gegenseitige Aufeinander zugehen hoffen wir den Weg zu konstruktiven Lösungen geebnet zu haben und künftig die Belastungen – nicht nur durch Lärm – so weit wie möglich weiter zu reduzieren. Gleichzeitig sind wir bereit dabei auch höhere Lärmpegel hinzunehmen, wenn sinnvolle Lösungen mit direkt betroffenen Anwohnern gefunden werden. Bei der Umsetzung muss allerdings auch die Stadt Darmstadt anfangen mitzuwirken.

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