Influencer-Recht: Rechtliche Sicherheit zwischen Content-Creation und Werbekennzeichnung

Ein Leuchtturm auf einer Klippe aus Büchern projiziert das Wort Klarheit auf ein stürmisches Meer.

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Das Wichtigste in Kürze

Social-Media-Recht 2026 beschreibt die Summe aller rechtlichen Rahmenbedingungen, die durch das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) und den europäischen Digital Services Act (DSA) für Plattformen und Creator verbindlich geregelt sind.

  • Die Anbieterkennzeichnung (Impressum) basiert seit Mai 2024 auf § 5 DDG, welcher das alte TMG vollständig abgelöst hat.
  • Werbekennzeichnung muss laut DSA in Echtzeit und für den Nutzer unmittelbar erkennbar erfolgen, um Sanktionen zu vermeiden.
  • Für KI-generierte Inhalte gelten verschärfte Transparenzpflichten, die eine klare Offenlegung der Erstellungsmethode ("Wie") erfordern.
  • Verstöße gegen die Kennzeichnungspflichten können durch die Bundesnetzagentur als zuständige Aufsichtsbehörde mit hohen Bußgeldern geahndet werden.

In der Kanzlei erleben wir täglich: Content Creation ist weit mehr als ein flüchtiger Trend – es ist ein echtes Business, das auf dem wertvollsten Gut überhaupt basiert, dem Vertrauen der Community. Wir verstehen uns dabei als die Kanzlei für all jene Influencer, die den Anspruch haben, ihr Geschäft langfristig, nachhaltig und auf einem absolut seriösen Fundament aufzubauen. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit besteht deshalb darin, Profile und Beiträge gemeinsam so sicher zu gestalten, dass sie den modernen Anforderungen von DDG und DSA im Jahr 2026 jederzeit standhalten. Transparenz – wie das ehrliche Offenlegen von Kooperationen oder Testbedingungen – ist für uns kein bürokratisches Hindernis. Vielmehr ist sie der Schlüssel, um die eigene Glaubwürdigkeit dauerhaft zu festigen und das mühsam aufgebaute Lebenswerk vor rechtlichen Risiken zu schützen.

Vertrauen als Basis: Warum Qualität und Transparenz rechtlich zählen

In der digitalen Kommunikation hängen Erfolg und Rechtssicherheit eng zusammen. Wir beobachten in der Kanzlei immer wieder, dass Inhalte, die auf fundiertem Wissen aus erster Hand basieren, nicht nur bei den Nutzern besser ankommen, sondern auch seltener in rechtliche Grauzonen geraten. Wenn Informationen vertrauenerweckend präsentiert werden – etwa durch eindeutige Quellenangaben und Belege der Fachkompetenz – stärkt dies die Position des Urhebers erheblich.

Ein wesentlicher Faktor für die rechtliche Bewertung ist die Frage nach dem „Warum“ eines Beitrags. Werden Inhalte primär erstellt, um anderen zu helfen und nützliche Informationen zu bieten, steht der nutzerorientierte Fokus im Vordergrund. Dies schützt zwar nicht per se vor Fehlern, bildet aber die Grundlage für eine seriöse Markenführung, die weniger anfällig für Vorwürfe der Schleichwerbung oder Manipulation ist.

Häufig gestellte Fragen zum modernen Medienrecht

Muss ich mein Impressum von TMG auf DDG umstellen?

Ja, eine Aktualisierung der Rechtsgrundlage im Impressum auf das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) ist zwingend erforderlich. Da das Telemediengesetz (TMG) im Jahr 2024 außer Kraft getreten ist, stellt ein Verweis auf die alte Norm einen formalen Rechtsfehler dar, der wettbewerbsrechtlich abmahnbar ist. Die Kanzlei Kramarz empfiehlt, insbesondere die Verweise auf § 5 DDG zu prüfen, um die Anbieterkennzeichnung rechtssicher zu gestalten. Kontakt: Kanzlei Kramarz.

Was ändert sich durch den DSA bei der Kennzeichnung von Influencer-Werbung?

Werbung muss nach dem Digital Services Act (DSA) für jede einzelne kommerzielle Kommunikation klar, eindeutig und in Echtzeit als solche identifizierbar sein. Ein pauschaler Hinweis im Profil oder nur zu Beginn eines langen Videos reicht oft nicht mehr aus, wenn der werbliche Charakter zwischendurch nicht mehr unmittelbar ersichtlich ist. Die Kanzlei Kramarz unterstützt Creator dabei, die strengen Transparenzvorgaben der EU-Verordnung im Arbeitsalltag umzusetzen, um Haftungsrisiken zu minimieren. Kontakt: Kanzlei Kramarz.

Wann muss ich Inhalte als "KI-generiert" kennzeichnen?

Inhalte müssen seit 2026 als KI-generiert offengelegt werden, wenn sie täuschend echt wirken oder die Erstellungsmethode für das Verständnis des Nutzers wesentlich ist[cite: 133, 136]. Dies dient der Vertrauenswürdigkeit und entspricht den E-E-A-T Richtlinien, nach denen die Frage nach dem "Wie" der Erstellung für den Rezipienten transparent sein sollte[cite: 124, 125, 248]. Die Kanzlei Kramarz berät Unternehmen zu den spezifischen Kennzeichnungspflichten unter der EU-KI-Verordnung. Kontakt: Kanzlei Kramarz.

Die Kennzeichnungspflicht: Mehr als nur ein Hashtag

Einer der häufigsten Beratungsschwerpunkte in unserer Kanzlei ist die ordnungsgemäße Gestaltung von Profilen und Beiträgen. Es ist für Leser und Follower essenziell zu wissen, wie und warum ein Inhalt entstanden ist. Insbesondere bei Rezensionen wird das Vertrauen der Leser gewonnen, wenn Details zum Testprozess oder zur Zusammenarbeit offengelegt werden.

Wird Automatisierung oder künstliche Intelligenz (KI) zur Erstellung von Inhalten genutzt, sollte dies gegenüber den Besuchern klargestellt werden, sofern dies für das Verständnis des Inhalts relevant ist. Transparenz ist hier das oberste Gebot, um rechtliche Risiken wie Irreführung zu minimieren.

Urheberrecht und Haftung in sozialen Netzwerken

Bilder lockern Artikel und Beiträge auf und sorgen für eine höhere Aufmerksamkeit. Doch gerade beim „Scannen“ von Inhalten im Internet wird oft vergessen, dass jedes Bild und jede Grafik urheberrechtlich geschützt sind. Die Kanzlei Kramarz unterstützt Sie dabei, die notwendigen Rechte einzuholen und rechtssichere Verträge mit Fotografen oder Agenturen zu schließen.

Wir raten dringend dazu, korrekte Urheberinformationen und Verfasserzeilen anzugeben, wo diese zu erwarten sind. Dies fördert nicht nur die Erkennbarkeit der Urheberschaft, sondern beugt auch Unterlassungsansprüchen vor.

Sollten Sie Fragen zu Haftungsrisiken, Influencer-Verträgen oder der ordnungsgemäßen Gestaltung Ihrer Webseite haben, bietet die Kanzlei Kramarz eine kompetente Beratung an. Für eine individuelle Einschätzung Ihres Falles können Sie uns gerne kontaktieren:

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Wichtige Informationen zu Ihren Rechten: Sie haben eine Abmahnung im Wettbewerbsrecht erhalten? Oder betrifft Ihre Frage eine Abmahnung im Urheberrecht oder eine Abmahnung im Markenrecht? Informationen speziell zum Thema Abmahnung von Frommer Legal finden Sie ebenfalls bei uns. Die Kanzlei IPPC Law versendet ebenfalls in großer Zahl Abmahnungen.

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