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Künstlersozialversicherung

 2. März 2016

Die Künstlersozialversicherung ist eine Pflichtversicherung für Künstler und Publizisten. Wer Anspruch auf eine Versicherung über die Künstlersozialversicherung hat, ist über die Künstlersozialversicherung bei den Versicherungsträgern versichert. Bei welcher gesetzlichen Krankenkasse der Versicherte sich entschiedet, ist ihm überlassen. Für die Rentenversicherung ist die Deutsche Rentenversicherung zuständiger Versicherungsträger. Die Künstlersozialkasse ist für alle Fragen rund um die Künstlersozialversicherung zuständiger Ansprechpartner.

Die Künstlersozialversicherung finanziert sich aus den Beiträgen seiner Mitglieder (Künstler, Publizisten) und aus der Künstlersozialabgabe. Die Verwerter, also die Nutzer künstlerischer Leistungen zahlen die Künstlersozialabgabe auf das Entgelt das sie für künstlerischer Leistungen zahlen. Die Künstlersozialkasse finanziert sich zu 50 % aus den Beiträgen der Versicherten, zu 30 % aus der Künstlersozialabgabe, also den Beiträgen der Nutzer künstlerischer Leistungen und zu 20 % aus einem Bundeszuschuss.

Für die Prüfung, ob die Beiträge in der richtigen Höhe entrichtet wurden und ob eine Pflicht zur Entrichtung der Künstlersozialabgabe besteht, ist die Deutsche Rentenversicherung zuständig.

Voraussetzung eines Anspruchs auf Künstlersozialversicherung ist die Ausübung einer künstlerischen Tätigkeit.

Die Definition einer künstlerischen Tätigkeit im Sinne der Künstlersozialversicherung lautet:

„Künstler ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt.“

Es bedarf einer nachhaltigen Ausübung der Tätigkeit, der Absicht eigenschöpferischer Gestaltung und der Absicht der Unterhaltung eines Publikums. Die Künstlersozialversicherung hat einen Künstlerkatalog aufgestellt, in dem 100 Berufe genannt sind die diese Voraussetzungen erfüllen.

Ein Künstler muss mindestens ein jährliches Einkommen von 3.900 € haben, um sich über die Künstlersozialversicherung versichern zu können.

Welche Unternehmen müssen die Künstlersozialabgabe für die Künstlersozialversicherung bezahlen?

Zu den abgabepflichtigen Verwertern gehören alle Unternehmen, die künstlerische Leistungen verwerten und daraus ein Entgelt beziehen. Ausreichend ist es, wenn eine mittelbare Verbindung zwischen Kunstverwertung und Einnahmen besteht.

Abgabe ist auf alle Entgelte zu zahlen, die eine Gegenleistung für eine künstlerische Leistung darstellen. Diese Summe muss bis zum 31.3. des Folgejahres gemeldet werden. Auf Grundlage der Meldung ergeht dann ein Abgabebescheid. Die Künstlersozialabgabe beträgt zurzeit (2016) 5,2 % des Entgelts das für Künstler gezahlt wurde.

Die Abgabepflicht für die Unternehmen ist unabhängig davon, ob der jeweilige Künstler bei der KSK versichert ist oder nicht. Vertragliche Regelungen, die dem Künstler die Zahlung der Künstlersozialabgabe auferlegen sollen sind rechtswidrig und unwirksam.

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