Waldorf Frommer Abmahnung “Wolverine Weg des Kriegers” Twentieth Century Fox

 8. Juli 2014

Die Kanzlei Waldorf Frommer mahnt aktuell für die Firma Twentieth Century Fox Home Entertaqinment Germany GmbH Inhaber von Internetanschlüssen ab, die den Film “Wolverine – Weg des Kriegers” über ein Filesharing-Netzwerk verbreitet haben sollen.

Aufgrund der sogenannten tatsächlichen Vermutung, die gegen den Inhaber des Internetanschlusses besteht machen die Rechtsanwälte der Kanzlei Waldorf Frommer gegen den Inhaber des Internetanschlusses Ansprüche auf Unterlassung der Rechtsverletzung, Erstattung der Kosten für die Abmahnung und Schadenersatz geltend.

Die Zahlungsansprüche setzen sich aus dem Ersatz der Rechtsanwaltskosten zusammen, die die Kanzlei Waldorf Frommer auf 215 € beziffert. Dazu addiert sich ein geforderter Schadenersatz in Höhe von 600 €.

Abmahnungen der Kanzlei Waldorf Frommer sollten unbedingt ernst genommen werden. Die Kanzlei macht die Ansprüche aus der Abmahnung häufig gerichtlich geltend. Falls Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen haben, beachten Sie bitte meine Hinweise dazu. Diese finden Sie hier. Falls Sie verklagt worden sind, sollten unbedingt einen Rechtsanwalt hinzuziehen.

Rechtslage

Bereits im Jahr 2010 hat der Bundesgerichtshof in der Entscheidung “Sommer unseres Lebens” (BGH, Urteil v. 12.05.2010, Az. I ZR 121/08) entschieden:

„Wird ein geschütztes Werk der Öffentlichkeit von einer IP-Adresse aus zugänglich gemacht, die zum fraglichen Zeitpunkt einer bestimmten Person zu­geteilt ist, so spricht zwar eine tatsächliche Vermutung dafür, dass diese Person für die Rechtsverletzung verantwortlich ist.“

Damit ist der Anschlussinhaber zunächst für die Rechtsverletzung haftbar.

Wie, ob und  unter welchen Voraussetzungen tatsächlich eine Haftung besteht ist immer Frage des Einzelfalls. Denn wie die tatsächliche Vermutung entkräftet werden kann, wird von den Gerichten für unterschiedliche Fallkonstellationen unterschiedlich beurteilt. In  zwei neueren Entscheidungen des Bundesgerichtshofs wurden die Haftungsfragen rund um die Teilnahme an Internet-Tauschbörsen weiter konkretisiert (BGH, Urteil vom 15. November 2012, Az. I ZR 74/12, “Morpheus”; Urteil vom 8. Januar 2014, Az. I ZR 169/12, “BearShare”).

Was tun ?

Daher sollten Betroffene vor Abgabe einer Unterlassungserklärung und vor einer Einlassung gegenüber der Gegenseite einen Rechtsanwalt konsultieren. Dieser wird  die Frage klären, ob der Anschlussinhaber haftbar ist. Dabei ist zu berücksichtigen, welches Gericht für den Anschlussinhaber zuständig wäre. Ob nach den dort aufgezeigten Grundsätzen eine Haftung besteht ist immer Frage des Einzelfalls. Keinesfalls sollte die vorformulierte Unterlassungserklärung voreilig unterschrieben werden.

Ihr Ansprechpartner – Bundesweit

Mehr Informationen über Abmahnungen wegen des Vorwurfs des Filesharing und zu Abmahnungen aus dem Hause der Rechtsanwälte von Waldorf Frommer, zum Urheberrecht und zum Thema des Vorwurfs der Urheberrechtsverletzung im Internet allgemein finden Sie auf unseren Seiten. Unsere Kontaktdaten finden Sie dort ebenfalls.