Abmahnung Waldorf Frommer Film “Tarzan” Constantin Film Verleih GmbH

 1. September 2014

Die Kanzlei Waldorf Frommer mahnt aktuell für die Firma Constantin Film Verleih GmbH Inhaber von Internetanschlüssen ab, die den Film “Tarzan” über ein Filesharing-Netzwerk verbreitet haben sollen.

Aufgrund der sogenannten tatsächlichen Vermutung, die gegen den Inhaber des Internetanschlusses besteht machen die Rechtsanwälte der Kanzlei Waldorf Frommer gegen den Inhaber des Internetanschlusses Ansprüche auf Unterlassung der Rechtsverletzung, Erstattung der Kosten für die Abmahnung und Schadenersatz geltend.

Die Zahlungsansprüche setzen sich aus dem Ersatz der Rechtsanwaltskosten zusammen, die die Kanzlei Waldorf Frommer auf 215 € beziffert. Dazu addiert sich ein geforderter Schadenersatz in Höhe von 600 €.

Abmahnungen der Kanzlei Waldorf Frommer sollten unbedingt ernst genommen werden. Die Kanzlei macht die Ansprüche aus der Abmahnung häufig gerichtlich geltend. Falls Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen haben, beachten Sie bitte meine Hinweise dazu. Diese finden Sie hier. Falls Sie verklagt worden sind, sollten unbedingt einen Rechtsanwalt hinzuziehen.

Wie ist die Rechtslage?

Die Rechtslage der abgemahnten Anschlussinhaber wurde in den letzten Jahren vom Bundesgerichtshof konkretisiert. Die Entwicklung in der Rechtsprechung lässt sich so zusammenfassen, dass vorrangig der eigentliche Täter haftbar ist. Die Haftung für denjenigen, der den Internetanschluss zur Verfügung gestellt hat, wurde von den Gerichten eingegrenzt.

Aber: Es kommt entscheidend auf das tatsächliche Vorbringen des Abgemahnten an!

Im Jahr 2010 hat der Bundesgerichtshof in der vielbeachteten Entscheidung „Sommer unseres Lebens“ (BGH, Urteil v. 12.05.2010, Az. I ZR 121/08) entschieden:

„Wird ein geschütztes Werk der Öffentlichkeit von einer IP-Adresse aus zugänglich gemacht, die zum fraglichen Zeitpunkt einer bestimmten Person zugeteilt ist, so spricht zwar eine tatsächliche Vermutung dafür, dass diese Person für die Rechtsverletzung verantwortlich ist.“

Damit ist der Inhaber des Internetanschlusses zunächst für die Rechtsverletzung verantwortlich.

Wie, ob und unter welchen Voraussetzungen tatsächlich eine Haftung besteht ist immer Frage des Einzelfalls. Wie die tatsächliche Vermutung entkräftet werden kann, wird von den Gerichten für unterschiedliche Fallkonstellationen unterschiedlich beurteilt. In zwei neueren Entscheidungen des Bundesgerichtshofs wurden die Haftungsfragen rund um die Teilnahme an Internet-Tauschbörsen weiter konkretisiert (BGH, Urteil vom 15. November 2012, Az. I ZR 74/12, „Morpheus“; Urteil vom 8. Januar 2014, Az. I ZR 169/12, „BearShare“).

Letztlich ist zu beachten, dass nach der neuen Rechtslage im Urheberrecht für den Rechtsstreit zwischen einem Verbraucher und einem Rechteinhaber kein „fliegender Gerichtsstand“ mehr gegeben ist. Für Beratung des Abgemahnten kommt es verstärkt auf die Kenntnis der Spruchpraxis des jeweils zuständigen Gerichts für Urhebersachen an.

Beratung vom erfahrenen Rechtsanwalt

Rechtsanwalt Kramarz hat schon viele Anschlussinhaber, die von der Kanzlei Waldorf Frommer abgemahnt worden sind, vertreten. Profitieren Sie von diesen Erfahrungswerten und kontaktieren Sie Rechtsanwalt Kramarz telefonisch oder per E-Mail.

Mehr Informationen über Abmahnungen wegen des Vorwurfs des Filesharing und zu Abmahnungen aus dem Hause der Rechtsanwälte von Waldorf Frommer, zum Urheberrecht und zum Thema des Vorwurfs der Urheberrechtsverletzung im Internet allgemein finden Sie auf unseren Seiten. Unsere Kontaktdaten finden Sie dort ebenfalls.