Verlagsrecht und Urheberrecht sind unverzichtbare Instrumente um die Rechte kreativ Schaffender zu sichern. Wer kreativ tätig ist und sich als Fotograf, Maler, Schriftsteller, Filmschaffender oder Komponist betätigt, erlangt an seinen Werken ein Urheber- oder Leistungsschutzrecht. Wenn der Urheber zur Verwertung seines Werkes einen Vertrag mit einem Verleger abschließt kommt das Verlagsrecht ins Spiel.

Urheberrecht

Verlagsrecht

In diesem Artikel gebe ich Ihnen einen Überblick über das Verlagsrecht. Dazu erläutere ich Ihnen die Grundzüge der gesetzlichen Regelungen und typische Probleme in diesem Bereich. Die Beratung zum Urheber- und Verlagsrecht ist häufig geprägt von den speziellen Anforderungen des Einzelfalls. Daher kann dieser Artikel ein persönliches Beratungsgespräch nicht ersetzen. Der Verlagsvertrag hat sein Hauptanwendungsgebiet im Recht des Buchverlags, beim Musikverlag und beim Softwareverlag. Ein Vertrag über Verlagsrechte im Musikbereich kann entweder über Rechte an einer Komposition oder über Rechte an Liedtexten geschlossen werden.

Urheber- und Verlagsrecht

Verlagsrecht

Der Urheber hat häufig ein Interesse sein Werk zu verwerten. Dazu bietet es sich an, dass der Urheber mit der Verwertung seines Werkes einen professionellen Verleger beauftragt.

Verlagsvertrag

Dazu schließen die Parteien einen Verlagsvertrag. Wenn es sich bei dem geschaffenen Werk um ein Werk der Literatur oder der Tonkunst (Musik) handelt, dann müssen sich die vertraglichen Regelungen zwischen dem Urheber, als Verfasser des Werkes und dem Verleger, als dem Verwerter des Werkes an den Bestimmungen des Verlagsgesetzes messen lassen.

Verlagsgesetz

Die Regelungen des Verlagsgesetzes sind dispositiv, das heißt eine vertragliche Regelung kann auch anders aussehen. Da aber auch Verlagsverträge einer Inhaltskontrolle unterworfen sein können, darf man jedenfalls davon ausgehen, dass die Bestimmungen des Verlagsgesetzes grundlegende Wertungen des Gesetzgebers repräsentieren, die dazu führen können, dass Bestimmungen eines Verlagsvertrags ungültig sind.

Normvertrag des Börsenvereins

Das Verlagsgesetz stammt aus dem Jahr 1901 und wurde zuletzt vor mehr als 10 Jahren geändert. Das Verlagsgesetz bildet daher nicht den aktuellen Stand der Verlagsverträge ab. Für den Buch Bereich gibt es den  Normvertrag für den Abschluss von Verlagsverträgen auf den Seiten des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Für die Autoren wissenschaftlicher Werke existieren die  Vereinbarungen über Vertragsnormen bei wissenschaftlichen Verlagswerken, die unter der gleichen Adresse auf den Internetseiten des Börsenvereins des deutschen Buchhandels zu finden sind.

Inhalt eines Verlagsvertrags

Wesentlicher Inhalt eines Verlagsvertrags ist die Pflicht des Verfassers, dem Verlag das Werk zur Vervielfältigung und Verbreitung für Rechnung des Verlegers zu überlassen. Der Verleger ist dann im Gegenzug dazu verpflichtet, das Werk zu vervielfältigen und zu verbreiten.

Der Verleger erhält ein ausschließliches Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung, es sei denn, der Autor hat die Absicht eine der Nutzungen des § 2 Abs. 2 VerlagsG aufzunehmen..

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 Fazit

Der Urheber eines Musikwerks, eines Textes oder einer Software sollte sich vor Abschluss eines Verlagsvertrages überlegen ob er mit seinem Text, seiner Komposition oder der betreffenden Software beim jeweiligen Verleger an der richtigen Adresse ist. Ein grundlegendes Vertrauensverhältnis ist für den Abschluss eines Verlagsvertrages unbedingt nötig. Das Verhältnis zwischen Verleger und Urheber sollte möglichst genau definiert sein.

Mehr Informationen zum Urheberrecht finden Sie hier.

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