Abmahnung Sasse und Partner – Angriff der lebenden Toten „Walking Dead“

 12. Januar 2015
von Christian Kramarz, LL.M.

Abmahnung Sasse und Partner, Walking Dead

In diesem Artikel berichte ich über die Entwicklungen bei der Welle der Abmahnungen Sasse und Partner wegen der fünften und bald auch sechsten Staffel der TV-Serie „The Walking Dead“. Bei vielen Fans kommt nach dem Serien-Horror nun der Finanzhorror, denn pro Folge fordern die Anwälte der Kanzlei Sasse und Partner in der Abmahnung 800 €! Ich informiere Sie über den Aufbau der Abmahnungen und die Ansprüche die die Abmahner geltend machen. Ich kann Ihnen helfen Fehler beim Umgang mit solchen Abmahnungen zu vermeiden.

Abmahnung Sasse und Partner wg Walking Dead

Walking Dead – Neue Staffel – neue Abmahnungen

Die 4. Staffel der Serie „Walking Dead“ wurde abgemahnt und so ist auch die Verbreitung der Serie über Filesharing in der fünften Staffel Gegenstand von Abmahnungen. Die sechste Staffel ist bereits in Auftrag gegeben. Vielen Fans scheint die Wartezeit bis zur Free-TV-Premiere der Serie zu lange.

Abmahnung Sasse und Partner namens der WVG Medien GmbH

Die Kanzlei Sasse und Partner sendet dem Inhaber des Internetanschlusses über den eine Folge der Serie „The Walking Dead“ verbreitet worden sein soll, ein mehrseitiges Abmahnschreiben.

Die erste Seite widmet sich der Darlegung, dass ein Filmwerk über den Internetanschluss des Adressaten über ein sog. Filesharing-System (P2P-Tasuchbörse), wie bespielsweise BitTorrent verbreitet worden sein soll. Hier wird der Name der Serie „The Walking Dead“ und die betroffene Staffel und die genannte Folge im Fettdruck genannt. Das kann beispielweise so aussehen:

The Walking Dead – Staffel 5 Folge 4

Die Kanzlei Sasse und Partner behauptet dann unter ausführlicher Darlegung der angeblichen Rechtekette, dass ihrer Mandantschaft, nämlich der WVG Medien GmbH die exklusiven Rechte an der Serie zu stehen würden. Das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung soll der WVG Medien GmbH von den Herstellfirmen der Serie, nämlich der TWD Productions I, II, III, IV, V LLC übertragen worden sein.

Die Anwälte der Kanzlei Sasse & Partner stellen die eventuell bestehenden Ansprüche ausführlich dar. In Betracht hat kommt ein Unterlassungsanspruch, ein Anspruch auf Vernichtung etwaiger Vervielfältigungsstücke, auf Schadenersatz nach der sog. Lizenzanalogie und auf Ersatz der Aufwendungen, also der Rechtsanwalts- und Ermittlungskosten. Im vorliegenden Fall summieren sich allein die angeblichen Aufwendungsersatzansprüche auf annähernd 1.000 €. Der Schadenersatzanspruch wird auf 500 € beziffert.

Vergleich mit Sasse und Partner?

Die Kanzlei Sasse und Partner bietet dann an, diese Forderung von fast 1.500 € durch Zahlung eines Betrages von 800 € vergleichsweise zu erledigen. Wenn dann noch eine Unterlassungserklärung abgegeben würde, wäre die Sache endgültig erledigt.

Was nicht in der Abmahnung steht

In der Abmahnung steht nicht, dass es durchaus Fälle gibt, in denen den Anschlussinhaber gar keine Haftung trifft. Dann wäre der Anschlussinhaber auch schlecht beraten, überhaupt einen Vergleich einzugehen, denn wer zahlt schon für etwas, für das er von Rechts wegen nicht zahlen muss?

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